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Weiterbildung Praxisanleitung - Kamingespräch

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist groß. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Praktikanteninnen und Praktikanten. Sie sind die Ressource für die Zukunft und müssen im Onboardingprozess von Beginn an mit einbezogen werden.

Aus diesem Grund soll die Weiterbildung Praxisanleitung die potenziellen Teilnehmer/innen als Praxisanleiter/innen befähigen kompetent die Praktikantinnen und Praktikanten in der Praxis zu begleiten und einen Lernprozess mit gegenseitigem Wissenstransfer ermöglichen.

 Im Rahmen von zwei Kamingesprächen, wo auch Vertreter/innen von der Altenbetreuungsschule, Sozialabteilung/Land OÖ, politischen Büro/LR Hattmannsdorfer, Heimleitung und Pflegedienstleitung und SoNe anwesend waren, konnten die Auszubildenden von den Weiterbildungslehrgängen Praxisanleitung die bisherigen Erfahrungen präsentieren.

Unter dem Motto: „Dark side oft the moon und unser Weg zur Verbesserung“ wurden die bereits positiven unterstützenden Umsetzungsschritte mitgeteilt, aber auch jene Themen, wo es noch eine konstruktive Auseinandersetzung und Abklärung bedarf.

Grundtenor von den Auszubildenden ist, dass die Vorbereitung sowie die Gestaltung der ersten drei Praktikumstage ganz wesentlich sind. Denn eine entsprechende Willkommenskultur ist ein wichtiger Schlüssel für einen gemeinsamen positiven Start.
Ein weiteres wesentliches Thema ist, dass die Praxisanleiter/innen nicht nur über ein spezifisches Wissen im eigenen Arbeitsbereich verfügen sollen, sondern auch immer wieder Fort- und Weiterbildungen absolvieren. Denn nur so sind sie befähigt die Auszubildenden erwachsenenpädagogisch und didaktisch korrekt fachlich zu begleiten, auszubilden und zielorientiert anzuleiten.
Notwendig ist auch, dass bei Erst-, Zwischen- und Endgesprächen mit der jeweiligen Praktikantin bzw. Praktikant die sich entwickelnde Handlungskompetenz reflektiert wird  und der Lernstand und -fortschritt gefestigt wird.

Weitere Themenschwerpunkte sind ZEIT, Wertschätzung und kollegiale Mitarbeit.

Praxisanleiter/innen sind lehrend, beratend, bewertend und vermittelnd tätig. D.h. wenn eine professionelle Umsetzung erfolgen soll, können diese Interaktionen nicht in einem knappen Zeitkorsett erfolgen (auch mit dem Wissen der fehlenden Personalressourcen).
Notwendig ist, dass eine bestimmte Stundenanzahl pro Praktikumsbegleitung zur Verfügung gestellt wird und im Dienstplan klar eingetragen ist. Bewusster soll noch mit den Kolleginnen und Kollegen kommuniziert werden, dass sie einerseits mit beitragen, ob die Praktika erfolgreich ablaufen oder nicht. Andererseits sie durch die kollegiale Mitarbeit einen qualitativen praktischen Ausbildungsprozess mitgestalten und gewährleisten.

 

Empfohlen wurde, dass ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen den Bildungseinrichtungen und Praxiseinrichtungen und auch Vernetzungstreffen erfolgen sollen. Bei solchen Treffen sollen wesentliche Informationen ausgetauscht und die fachpraktische Ausbildung weiterentwickelt werden. Somit könnte der Theorie-Praxis-Transfer und Austausch gefördert werden. Denn Praxisanleiter/innen sind das Bindeglied zwischen Bildungseinrichtungen und Einrichtungen in der Alten- und Behindertenarbeit, stehen in Kontakt mit den Lehrpersonen, Kolleginnen und Kollegen in der Praxis und dem Arbeitgeber.

Zusammenfassend war der Austausch beim jeweiligen Kamingespräch für Weiterentwicklungen sehr konstruktiv und anregend. Praxisanleiter/innen sind ein wichtiger Baustein und sichern mit ihrer Arbeit nicht nur die Qualität der Ausbildung, sie tragen auch wesentlich zur zukünftigen Betreuungs- und Pflegequalität in den Einrichtungen selbst bei. Praxisanleiter/innen, die ihre Tätigkeit verantwortungsbewusst ausführen, können überdies beitragen, Auszubildende langfristig an die Einrichtung zu binden.

Wichtig ist, dass ihnen genügend Zeitressourcen, Wertschätzung und die Möglichkeit der Fortbildung zur Verfügung gestellt werden.

Mag.a Wilhelmine Steinbacher-Mittermeir

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