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Pilotlehrgang „Junge Pflege“ wird ein Jahr alt

Auszubildende des 1. Lehrgangs Junge Pflege

Jugendliche dort abholen, wo sie sind

In feierlichem Rahmen und in Anwesenheit von Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer wurde vergangenen Donnerstag der erste Geburtstag des Lehrgangs „Junge Pflege“ in der Altenbetreuungsschule des Landes OÖ begangen. Präsentiert wurde auch ein Hörspiel, das die Auszubildenden gemeinsam mit Vortragenden einstudiert hatten.

„Junge Pflege“: Ein für die Altersgruppe maßgeschneidertes Ausbildungsangebot

Der dreijährige Lehrgang Fach-Sozialbetreuung Altenarbeit (FSBA) „Junge Pflege“ schafft einen wichtigen Anreiz für junge Menschen eine Ausbildung in der Betreuung und Pflege zu beginnen. Der erste Ausbildungsjahrgang startete im September vor einem Jahr mit 16 Auszubildenden. War eine Ausbildung für Fach-Sozialbetreuung, Schwerpunkt Altenarbeit davor erst ab dem 17. Lebensjahr möglich, können Interessierte nun gleich nach positivem Abschluss des 9. Schuljahres in die dreijährige Ausbildung starten. Diese ist in Theorie und Praxis auf die Altersgruppe der ab 16-Jährigen zugeschnitten: Dient das erste Jahr vor allem der persönlichen Orientierung im breiten Spektrum möglicher Arbeitsfelder in der Altenbetreuung, werden in den darauffolgenden Ausbildungsjahren medizinische, pflegerische und sozialbetreuerische Inhalte vertieft. Aktiv in die tägliche Betreuungs- und Pflegearbeit eingestiegen, wird dann mit genügend Know how und Routine wie bisher ab 17 Jahren.

„Der Lehrgang „Junge Pflege“ verbindet viele positive Aspekte: Jugendlichen können frühzeitig Perspektiven im Betreuungs- und Pflegebereich geboten werden, sie müssen nicht mehr nach anderen Ausbildungsoptionen Ausschau halten, um das Jahr zwischen Pflichtschule und Ausbildungsstart zu überbrücken“, erklärt Wilma Steinbacher, Direktorin der Altenbetreuungsschule des Landes OÖ.

Vielfältiges Aufgabengebiet, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Arbeitsplatzsicherheit

Mit großer Freude blicken auch die Auszubildenden des Lehrgangs in ihre berufliche Zukunft:  Neben der Aufgaben- und Tätigkeitsvielfalt, Verantwortung übernehmen, einer sinnstiftenden und gesellschaftlich wichtigen Aufgabe nachgehen und die tägliche, abwechslungsreiche Arbeit mit Menschen haben sie bewogen, sich für den Lehrgang „Junge Pflege“ zu entscheiden. Ihre Erwartungen an den Lehrgang sehen die Auszubildenden bisher bestens erfüllt: „Im ersten Lehrgangsjahr konnten wir uns ein praxisnahes Bild der künftigen Berufsfelder machen. Wir werden sowohl in Theorie wie auch in Praxis auf die vielen Herausforderungen vorbereitet: Besonders schön sind auch die vielfältigen Perspektiven, die sich bereits während der Ausbildung, etwa in Form von Praktika – auch im Ausland eröffnen.“

Anreize schaffen, um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern

Erfreut zeigte sich auch Sozial-Landesrätin Brigit Gerstofer bei der Feier: „Es ist mir ein großes Anliegen, junge Menschen für den Betreuungs- und Pflegeberuf zu begeistern und hier müssen wir entsprechende Anreize schaffen. Die massive Zunahme an Betreuungs- und Pflegebedarf in Zukunft macht die zielgerichtete Ausbildung von engagierten und fachlich versierten Betreuungs- und Pflegekräften nötig. Ein wichtiger Schritt ist hier sicher das Schaffen flexiblerer Rahmenbedingungen und der Abbau von Barrieren, etwa beim Mindestalter für den Start der Ausbildung“.

Besonderes Highlight des Nachmittages war die Aufführung des Hörspiels „Verwandlung“, das die Auszubildenden gemeinsam mit Vortragenden erarbeitet hatten. Künstlerische Praktiken wurden eingesetzt, um die Lebenssituation der Auszubildenden zu reflektieren:  Im Zentrum stand hier sowohl die „Verwandlung“ der Auszubildenden von Kindern zu jenen Menschen, die sie als Jugendliche und junge Erwachsene nun sind. Weiters stand auch die Verwandlung im Alter im Zentrum, also jener Wandel, dem sie künftig, im Umgang und in der Arbeit mit alten Menschen tagtäglich begegnen werden. 

Start der nächsten Lehrgänge „Junge Pflege“ ist  am 14.9.2020 in Linz und Schärding.

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