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Abschluss Lehrgang FSB"A" Linz 24

Absolventen und Absolvent*innen FSBA Linz 24
Foto: Land OÖ

Mit großem Erfolg absolvierten Ende März 16 Auszubildende aus 13 Nationen den 2019 gestarteten interkulturellen FSB"A"-Pilotlehrgang. In Oberösterreich erstmalig richtete sich dieser Ausbildungslehrgang der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich ausschließlich an Personen mit Deutsch als Zweitsprache.

Wir gratulieren sehr herzlich zum Abschluss:

Ahmad Aljabal, Mensija Begovic, Tsering Dolkar Dajamtsang, Phurbu Dolma Dolma, Ngawang Palmo Ghangtok Khangsar, Zofia Iglsböck, Mona Ismail, Rodica Lupean, Elza Magomadova, Sahar Matar, Amal Megally, Adriana Georgeta, Murza, Jacquelyne Atieno Ogare-Disii, Malik Tuma, Margarit Yeremyan, Serap Yildirim

Pilotlehrgang Interkulturelle Fach-Sozialbetreuung "Altenarbeit"

Aufnahmemodul für gezielte Orientierung

Ein siebenwöchiges Aufnahmemodul, das vom Arbeitsmarktservice (AMS) unterstützt wurde bot eine erste gezielte Orientierung. Ziel war es wegzukommen von einer Momentaufnahme durch einen klassischen Aufnahmetest hin zur Bewertung aus unterschiedlichen Blickwinkeln: die Schule mit unterschiedlichen theoretischen, sowie praktischen Unterrichtsinhalten, verschiedenen Einrichtungen der Altenarbeit die sich als Anbieter von zwei Kurzpraktika zur Verfügung stellten, aber auch der Interessentinnen und Interessenten selbst, die in diesem  Rahmen ganz unmittelbar schon in dieser Phase für sich herausfinden konnten: Kann ich´s? Schaff´ ich´s? Und noch wichtiger: Will ich das machen? Zudem konnte im Miteinander mit Bewohnerinnen und Bewohnern gleich in dieser ersten Phase praktischen Arbeitens etwaigen Berührungsängsten begegnet werden.

Im ersten Ausbildungsjahr waren neben regulärem Unterricht außerdem an einem Nachmittag/Woche Erwerb und Professionalisierung von Fachdeutsch vorgesehen. Dies baute auf dem bei Lehrgangsstart vorausgesetzten B1-Level auf. Ebenso gab es einen so genannten Vertiefungstag, an dem die theoretischen Inhalte des Unterrichts der absolvierten Woche eigenständig vertieft werden konnten.

„In jedem Kern schläft die Möglichkeit für einen Obstgarten“

„Die Absolventinnen und Absolventen unseres Pilotlehrgangs Interkulturelle FSB"A" kommen ursprünglich aus Polen, Kroatien, Rumänien, aus Syrien, dem Irak, Armenien, Tschetschenien, aus der Türkei, Ägypten, Kenia, dem Libanon,  aus China und Tibet.  Die große internationale Vielfalt und dadurch enorme kulturelle Bandbreite bereichern das gemeinsame Arbeiten enorm. Ein gutes, freundschaftliches Miteinander und das große Interesse an gegenseitigem Austausch waren von Anfang an spürbar“, erzählt Lehrgangsbegleiterin Gabriele Bascone Alvarez. „Alle Vortragenden des Lehrgangs waren zudem vom unglaublichen Wissensdurst der Auszubildenden beeindruckt. Was uns weiters besonders freut, ist die große Anzahl von Müttern, die diesen Lehrgang absolviert hat. Was  unter anderem auch, laut Rückmeldungen auch daran lag, dass die tägliche Unterrichtszeit bis spätestens 15.45Uhr dauerte“ so Bascone Alvarez weiters.

Familienfreundlichkeit, gute Jobaussichten und praktisches Arbeiten von Anfang an waren auch den Auszubildenden besonders wichtig. Dazu das angenehme Arbeitsklima, gegenseitige Wertschätzung und der Dialog auf Augenhöhe.

„Die meisten der Absolventinnen und Absolventen leben in Linz und Umgebung. Nach dem Lehrgangsabschluss können die meisten in den Einrichtungen, die sie während des Lehrgangs kennengelernt haben, bleiben. Einige der Absolvierenden haben auch Jobangebote aus Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen. Das freut uns besonders, denn dies zeigt, dass mit diesem Lehrgang ein ausgezeichnetes Qualitätsniveau erreicht werden konnte.“, zeigt sich Wilma Steinbacher-Mittermeir, Direktorin der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich überzeugt.

Alltagsthemen und kulturspezifische Aspekte aus interkultureller Sicht beleuchtet

Im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten setzten sich die Absolventinnen und Absolventen mit ganz kulturspezifischen Themen wie Essen und  Trinken, Wohnen, Brauchtum und Traditionen, Musik und Unterhaltung auseinander und versuchten diese aus interkultureller Sicht zu betrachten, zu hinterfragen, um mit neuen Betrachtungsweisen Impulse für ihre künftige Arbeitspraxis abzuleiten und in diese zu integrieren.  

Im persönlichen Rückblick erinnert sich Frau Bascone Alvarez gerne an die vielen Momente des Miteinanders, die man beim gemeinsamen Lernen oder Feiern von Erfolgen verbracht hat. Auch ist sie beeindruckt, dass bei allen Auszubildenden das Bewusstsein für die vielfältigen Möglichkeiten der persönlichen wie beruflichen Entwicklung, die dieser Lehrgang bot, so intensiv bemerkbar war.

Start des bereits dritten Lehrgang-Durchgangs im Herbst 2021

Anmeldungen sind noch möglich. Hier zu näheren Informationen.

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